Mal frei heraus: Es ist schon nicht ganz einfach, Risotto (… außer vielleicht bei Rote-Bete-Risotto) so anzurichten, dass es optisch halbwegs etwas hermacht. Unser Walnuss-Gorgonzola-Risotto bereiten wir auch gern ohne Birne zu und mögen es trotzdem. Also nur vorab, falls euch die Karamellisiererei abschreckt: Das Risotto funktioniert auch bestens, wenn ihr die Birne einfach weglasst oder so dazuesst.

Ob mit oder ohne, in jedem Fall wartet ein famoses Gericht auf euch. Natürlich auch ein ziemlich wuchtiges, aber hey: Es schmeckt leichter, als es sollte. Der Gorgonzola sorgt für einen kräftig-würzigen Charakter, die Walnüsse für Crunch und die Birnen bringen bei Bedarf ein wenig Frische mit ins Spiel und harmonieren bestens mit Blauschimmelkäse.

Dazu empfehlen wir euch auf jeden Fall einen frischen Feldsalat mit säuerlicher Vinaigrette oder Ähnliches, im Sommer vielleicht ein schlichter Tomatensalat. Allerdings gibt es für den Sommer womöglich insgesamt bessere Risotti – zum Beispiel mit Cherrytomaten und Basilikum.

 

Das braucht ihr dafür (für 4 Personen)

Butter & Olivenöl

250g Risotto-Reis
1 Zwiebel
1-2 Zehen frischen Knoblauch
150ml spritzigen Weißwein
1l Gemüsebrühe

100g Gorgonzola piccante*
125g (½ Pckg.) Mascarpone
Parmesan bzw. Grana Padano

100g Walnüsse

2 mittelreife Birnen
Zucker

* Gorgonzola gibt es fast überall, Gorgonzola piccante aber irgendwie nicht – warum auch immer. Tatsächlich hatten wir bei Discountern bisher eine recht hohe Erfolgsquote, oder natürlich im italienischen Supermarkt, wer einen in der Nähe hat. Wenn ihr keinen pikanten Gorgonzola findet, werdet ihr mit der „dolce“-Variante nicht gleichermaßen glücklich. Nehmt dann lieber einen anderen kräftigen Blauschimmelkäse – vielleicht einfach mal an der Käsetheke nachfragen.

Zusätzliche Infos findet ihr auch in unserem Beitrag zu den Basics in der Vorratskammer.

 

 

Und so geht’s:

Das Schöne an Risotto: Kennt ihr eins, kennt ihr alle. Zumindest mehr oder weniger – die grobe Vorgehensweise ist jedenfalls meist die gleiche. Hier nur mit zwei Zusatz-Zutaten, die vorher oder parallel zubereitet werden. Und zwar folgendermaßen:

(1) Die Walnüsse ganz oder nach Belieben sehr grob gehackt in einem Topf oder einer Pfanne mit 1-2EL Butter auf mittlerer Hitze anrösten – unter strenger Beobachtung und regelmäßigem Wenden –, bis sie etwas braun geworden sind. Dann in einer Schale beiseitestellen.

(2) Die Birnen achteln oder sechsteln oder in einen euch beliebenden Bruchteil ihres Ganzen zerkleinern. Wer mag, kann auch eine Birne roh lassen. Nun viel Zucker in eine Pfanne geben (der Pfannenboden sollte gut bedeckt sein, ca. ½cm) und bei mittlerer bis hoher Hitze flüssig werden lassen. Nicht rühren, übt euch in Geduld. Auch wenn’s schwerfällt. Sobald der Zucker flüssig und leicht bis mittel gebräunt ist, nach Belieben etwas Butter dazugeben und umrühren, oder die Butter überspringen und direkt hinein mit den Birnen. Diese im Karamell wenden, bis sie von allen Seiten welches abbekommen haben. Dann beiseitestellen und die Pfanne am besten gleich saubermachen.

Nun zum Risotto!

In einem separaten Topf die Gemüsebrühe erhitzen. Kochen muss sie nicht, nur schon mal warm sein, bevor sie ins Risotto kommt.

Die Zwiebel fein hacken. In einer Sauteuse, einer großen Pfanne, einem breitem Topf, … worin ihr mögt 1EL Butter und einen guten Schuss Olivenöl auf mittlere Hitze bringen, die Zwiebel zugeben und ca. 10min weich werden lassen. Den Knoblauch fein hacken und zugeben, für weitere 2-3min anschwitzen. Bräunung ist hier nicht gewünscht, aber weich werden sollte alles.

Den Risotto-Reis dazugeben und erstmal ohne Brühe für ein paar Minuten antoasten, bis er an den Rändern leicht durchsichtig wird. Dann mit dem Weißwein ablöschen und diesen vollständig auskochen. Eventuell zwischendurch immer mal wieder die Hitze regulieren, sodass euer Risotto durchgehend leicht (und nicht zu vehement) köchelt. Im Anschluss immer wieder kellenweise Brühe dazugeben und gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.

Nach 12-15min könnt ihr den Gorgonzola dazugeben, am besten grob vorgeschnitten, damit er sich besser integriert. Der Großteil (etwa ⅔) der Walnüsse kann ebenfalls dazu, den Rest zum Garnieren aufbewahren. Sehr großzügig pfeffern – das verträgt sich gut.

Wenn der Reis gerade al dente ist, also nicht mehr am Zahn kleben bleibt, das Ganze von der Hitze nehmen und der Völlerei tief in die Augen schauen: die Mascarpone, 1-2EL weitere Butter und ordentlich Parmesan unterrühren. Kurz abschmecken, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt. Dann das Risotto für ein paar Minuten bedeckelt ziehen lassen. Danach sollte die Konsistenz etwas fester, aber noch cremig sein.

Mit den karamellisierten Birnen und restlichen Walnüssen servieren, darauf kommt viel frischer Pfeffer und hey, warum nicht noch ein bisschen gehobelter Parmesan, damit ihr auch wirklich satt werdet. Viel Spaß und guten Appetit!

 

 

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