Wir geben es gern zu: Das Wortpaar „griechische Bohnensuppe“ ruft jetzt sicher keine Oh-mein-Gott-das-muss-ich-mal-probieren-Reaktion aus. Ist auch nicht das attraktivste Essen der Welt, diese Fasolada. Aber auf der anderen Seite: Suppen sehen im Allgemeinen ja selten richtig gut aus, schmecken dafür aber umso besser.

Fasolada gibt es in Griechenland manchmal noch in traditionellen Tavernen, in unterschiedlichen Zubereitungsformen, aber im Großen und Ganzen zumindest ähnlich wie hier. Diese Variante ist jedenfalls unser Lieblingsrezept. Ihr könnt problemlos große Mengen davon kochen und einfrieren oder in den Kühlschrank stellen und dann mal zum Mittagessen vertilgen.

Wir mögen unsere Fasolada schön tomatig – manchmal wird auch nur Tomatenmark verwendet, wir geben noch eine Dose gute Tomaten mit hinzu. Schnell gemacht ist Fasolada nicht – die Bohnen weichen über Nacht erst ein und bis sie dann richtig durchgekocht und schön weich sind, vergehen 1 ½ bis 2 Stunden. Aber: Währenddessen müsst ihr euch wirklich gar nicht darum kümmern. Stattdessen könnt ihr die Zeit produktiv nutzen und zum Beispiel spannende Texte in unserer Wissensdatenbank lesen (oder irgendetwas Erfreulicheres mit eurem Leben anfangen, ist auch okay).

 

 

Das braucht ihr dafür (für 2-3 Portionen)

Für die Suppe:

250g Bohnen (Größe „metria“) – bei PAREA bestellen

Olivenöl (zum Beispiel unser EARLY HARVEST)
1 große Karotte
1 große Zwiebel
2-3 Zehen frischen Knoblauch
2 EL Tomatenmark
1 Dose (400ml) ganze San-Marzano-Tomaten

1 Apfel (warum zur Hölle? siehe unten!)
1-2 Zweige Rosmarin
2-3 Lorbeerblätter

Zum Servieren:

1 Schalotte in feinstmöglichen Ringen
150g guten Feta
Kalamata-Oliven nach Belieben
Oregano
krustiges Brot

Zusätzliche Infos findet ihr auch in unserem Beitrag zu den Basics in der Vorratskammer.

Und so geht’s:

Die Bohnen für diese Suppe heißen auf Griechisch „φασόλια μέτρια“ (fasólia métria). Das sind mittelgroße, getrocknete, weiße Bohnen. Man findet sie online, bestimmt aber auch im Supermarkt (vielleicht dann nicht in der offiziellen griechischen Version). Am Vortag eurer Suppenherstellung 250g davon in eine große Schüssel oder Topf geben und sehr großzügig mit Wasser auffüllen (etwa 1l). Wer mag, kann noch einen Schuss Natron dazugeben, das sorgt für etwas Vorab-Aufweichung. 24h Einweichzeit sind bestens, mehr oder weniger geht aber auch.

Am Kochtag empfiehlt sich ein schöner Bräter oder anderer großer Topf. In diesen eine raue Menge Olivenöl geben und warm werden lassen (mittlere Hitze). Dann eine in mittelgroße Stücke geschnittene Karotte und eine in Scheiben geschnittene Zwiebel zugeben. Für 10-15 Minuten anschwitzen, ohne dass sie Farbe bekommen. Dann den Knoblauch fein gehackt oder in dünnen Scheiben dazugeben. Mit dem Tomatenmark nochmal für 2-3 Minuten dünsten.

Jetzt die Tomaten dazugeben und ein bisschen zerkleinern, z. B. mit einem Holzlöffel. Und bitte dem inneren Drang widerstehen, schon zu salzen – das verlangsamt den Garprozess bei Hülsenfrüchten. Die kommen jetzt dazu: die Bohnen abgießen, kurz abspülen und dazugeben. Eure leere Tomatendose anderthalb- bis zweimal mit Wasser auffüllen, bis die Bohnen gut bedeckt sind.

Den Rosmarin und die Lorbeerblätter dazugeben und alles unter gelegentlichem Rühren wieder zum Köcheln bringen. Jetzt kommt der dubiose Apfel ins Spiel. Warum ein Apfel in einer Bohnensuppe? Das in seiner Schale enthaltene Pektin sorgt dafür, die Suppe ein wenig anzudicken. Und auch ein bisschen Apfelsüße passt tatsächlich gut zur Tomate. Unseren fruchtigen Freund also einfach im Ganzen in die Suppe schmeißen.

Bei „angelehntem“ Deckel für anderthalb bis zwei Stunden gemächlich köcheln lassen, jedenfalls: bis die Bohnen schön durch sind. Zwischendurch probieren! Bei erreichtem Garzustand den Apfel, Rosmarin und Lorbeer wieder herausfischen und jetzt endlich: großzügig salzen und pfeffern. Umrühren, ggf. noch ein paar Minuten auf die gewünschte Konsistenz reduzieren, fertig.

Garniert wird mit feinen Schalottenringen (…, die beim Unterrühren in der warmen Suppe garen und nicht mehr roh zwiebelig schmecken), mehr Olivenöl und schwarzem Pfeffer. Mit Kalamata-Oliven, einem Block Feta, der großzügig mit Olivenöl und Oregano bedeckt wurde, und krustigem Brot servieren und vertilgen. Καλή όρεξι – guten Appetit!

 

 

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